Kutschen -Fahrunterricht
Carsten Plotz
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Fahrkurs 2010:

Beginn im April 2010 nach Absprache. ( Flyer auf Anfrage); Kostenbeteiligung je Teilnehmer: 495.- EURO. Über 2 Monate mit der optinalen Möglichkeit der FN-Fahrabzeichen Klasse IV-Prüfung. Theorie jeweils Freitags 19-21.00 Uhr. Praxis jeweils Sonntags 11-16.00 Uhr. 

"Eine Ausbildung ist wie ein Haus: das Fundament muss solide sein und die Basis für alles sein, was später drauf gesetzt wird. Nachkorrigieren am Fundament ist später kaum möglich, oder sehr aufwendig. Drum lege besonderen Wert auf eine gute Basisausbildung" so Benno von Achenbach, der Vater der deutschen Fahrkultur.  

In diesem Sinne bilden wir unsere Schüler nach den Lehren des Benno von Achenbach aus und nehmen uns viel Zeit (etwa zwei-drei Monate mit Theorie Freitagabends und Fahrtraining am Sonntag ganztätig) darauf, Ihnen nicht nur ein solides theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern bieten Ihnen auch die Möglichkeit, durch viel, viel Fahren die motorischen Fähigkeiten für Ihren Sport mit dem Pferd zu erlangen. Zur Überprüfung des Erlernten können Sie bei uns auch den Basispass Pferdekunde, sowie die Prüfungen zu den Fahrabzeichen Klasse IV und III machen.    

Benno von Achenbach, (1861-1936 ) war der Begründer der deutschen Kutschfahrkunst und wurde wegen seiner Verdienste um die Fahrkunst von Wilhelm II. geadelt.

Achenbach lernte das Gespannfahren bei seinem englischen Fahrlehrer Edwin Howlett. Aufbauend auf der bei ihm gelernten Fahrweise postulierte er als oberstes Ziel, möglichst pferdeschonend, zweckmäßig und sicher zu fahren und führte dazu ein Fahrsystem mit teilweise standardisierter Ausstattung (Achenbachleine) ein.

In diesem Fahrsystem sind die sieben Grundsätze von Achenbach vorzufinden. Sie lauten:

  1. Zum korrekten Fahren gehören die richtige Achenbachleine, Peitsche und die feste Bracke.
  2. Auf korrektem Ein- und Zweispännigfahren ist Vier- und Mehrspännig fahren aufgebaut. Man muss nicht neu dazu lernen, weil man die Leinen grundsätzlich in der linken Hand hält.
  3. Die rechte Hand muss jederzeit frei sein können zum Geben von Fahrtrichtungszeichen (Grüßen), Bremsen und zum Peitschengebrauch.
  4. Alle Wendungen werden durch ein Verkürzen des Tempos und ein Nachgeben der äußeren Leine eingeleitet.
  5. Die senkrechte Stellung der Hände ermöglicht Wendungen lediglich durch Drehung der Handgelenke zu fahren.
  6. Rechts- und Linkswendungen sind grundsätzlich voneinander verschieden und sind deshalb auch verschieden zu fahren. (Man sitzt meistens rechts auf dem Bock.)
  7. Das Durchgleitenlassen einer oder mehrerer Leinen macht korrektes Fahren unmöglich und ist im Straßenverkehr gefährlich und deshalb verboten.

Die von Achenbach 1922 in seinem Buch "Anspannen und Fahren" (siehe Buchtipps) verbreitete Fahrlehre ist in Deutschland in die Turnierordnung eingegangen und wurde von vielen Ländern übernommen. Heute ist sie die in Europa meistgelehrte und -praktizierte Methode des Kutschenfahrens und im Fahrsport ein Quasi-Standard.

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